Deutsch

Eine kulturelle Wochenendreise nach Weimar

Herr Kunz‘ elitärer LK auf Kursfahrt

Nach einer abwechslungsvollen und durch originelle Mitreisende bereicherten Zugfahrt trafen wir am Samstag, den 24. März 2007, ungefähr 48 Stunden nach den Feierlichkeiten zum Gedenken des 175. Todestages Johann Wolfgang von Goethes, in der Stadt der deutschen Klassik ein. Beginnend mit einer –von unserem Leistungskurslehrer geleiteten– Führung im Bauhausmuseum startete unser kultureller Marathon: Von der mehrstündigen Stadtführung „Weimar von klassisch bis modern“ (untermalt von einem leichten Akzent des professionellen Veranstalters, der es im Übrigen nicht unterließ, uns für den fundamentalen Gegensatz von Weimarern und Weimaranern zu sensibilisieren, über gewisse Details des Umgangs Goethes mit seiner Christiane im Gartenhaus zu berichten sowie zahllose lyrische Einstreuungen zum Besten zu geben) über den Besuch des Wittumspalais, des Residenzschlosses, der in Renovierung befindlichen Anna Amalia Bibliothek, des Hauses der Frau von Stein, des Garten- und Wohnhauses Goethes, der markant eingerichteten Behausung Schillers, diverser weiterer Wirkungsstätten wichtiger Dichter und Denker, bis hin zum Historischen Friedhof, der Fürstengruft und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie dem Kasseturm oder der Universität, bekamen wir die Kulturdichte Weimars hautnah zu spüren, nicht nur an unseren Füßen.
Am Sonntag begaben wir uns in die in einiger Entfernung zur Stadt auf dem Ettersberg gelegene Gedenkstätte Buchenwald, welche tiefe Eindrücke hinterließ.
Abends erlebten wir dann eine prägnante Inszenierung des „Rheingolds“ von Richard Wagner im geschichtsträchtigen Nationaltheater. Für viele von uns stellte die Rezeption dieses Stückes an jenem Ort, an dem Goethe über viele Jahre als Intendant gewirkt hat und welcher gleichsam für das demokratische Erbe unseres Landes von besonderer Bedeutung ist, die erste authentische Begegnung mit dem Musiktheater dar.
Am folgenden, letzten Tag unserer Reise besichtigten wir nochmals separat die Herz-Jesu-Kirche, die Stadtkirche St. Peter und Paul, in welcher Gottfried Herder begraben liegt, und die Jakobskirche mit dem ältesten Friedhof Weimars, in deren Sakristei, die wir dank des freundlichen Küsters sogar betreten durften, Goethe -während der napoleonischen Belagerung der Stadt- einst Christiane Vulpius heiratete.
Trotz der zum Teil äußerst großen „kulturellen Anstrengungen“ gelang es uns dennoch, unseren Aufenthalt facettenreich und vergnüglich zu gestalten, vor allem in den Abendstunden…, sodass uns das ebenso interessante wie lehrreiche Kulturwochenende mit unserem Leistungskurs in sehr positiver Erinnerung bleiben wird.