ELTERNBEFRAGUNG 2007

Erste Interpretationsansätze der Schulleitung

Liebe Eltern,

 

die erste Welle der Elternbefragung durch die Universität Bielefeld wurde an den acht Schulen in Horn-Bad Meinberg abgeschlossen. Wir haben diesen Prozess von Anfang an aktiv begleitet, weil wir an einem positiven Verhältnis zwischen Lehrerinnen/Lehrern und Eltern im Sinne des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages interessiert sind. Außerdem möchten wir die Qualität unserer Arbeit weiter verbessern. Wir stellen Ihnen die Ergebnisse der Befragung für unsere Schule zur Meinungsbildung komplett zur Verfügung und hoffen darauf, dass sie in den schulischen Mitwirkungsgremien zur Kenntnis genommen und diskutiert werden.
Als Schulleitung haben wir im Rahmen einer Lehrerkonferenz erste vorsichtige Interpretationsansätze vorgelegt, die wir als Angebot für die Analyse und Diskussion in der schulischen Öffentlichkeit verstanden wissen möchten.

elternumfrage - elternbefragung - elternevaluation

Mit freundlichen Grüßen

 

Martin Fugmann                   Dr. Peter Pahmeyer
   (Schulleiter)                          (stv. Schulleiter)

 

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1. Von den Lehrerinnen und Lehrern erwarten die Eltern, dass sie ihrem Auftrag gemäß Bildung/Wissen vermitteln. Die Lehrerinnen und Lehrer sollen Ansprechpartner für ihre Kinder sein. Interessant: 44,1% der Eltern vertreten die Auffassung, dass eine Erziehung durch Lehrer/innen nicht so wichtig ist, obwohl dies offiziell gesetzlicher Auftrag der Schule ist – BILDUNG und ERZIEHUNG

 

2. Unsere Eltern fühlen sich in der Regel gut informiert über die Arbeit der schulischen Mitwirkungsgremien, in der Reihenfolge ihrer Erfahrungsräume sind das Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenz. Hinweis: Die Arbeit und die Funktion der Fachkonferenzen könnte noch mehr bekannt gemacht werden.

 

3. Die Eltern wünschen sich anlässlich von Elternabenden besonders die Thematisierung von Förderkonzepten, Information zu neuen Unterrichtsmethoden sowie zum sog. sozialen Lernen. Die Elternschaft ist bekanntermaßen keine homogene Gruppe. Insofern ist das Interesse an Themen wie Hausaufgaben, Leistungsvergleichen, Notengebung, Ernährungsangeboten geteilt. Sicher ist das Interesse geprägt von einer Repräsentanz der jeweiligen Jahrgangstufen (Lernstandserhebung, Mittagsversorgung etc.). Hinweis: Dem ERFAHRUNGSAUSTAUSCH der Eltern sollte in geeigneter Weise Raum + Zeit zugebilligt werden.

 

4. Der Elternsprechtag steht bei den Eltern hoch im Kurs, gefolgt von der Sprechstunde. Die Benutzung des Telefons ist ebenfalls als Medium erwünscht. Der Elternstammtisch sollte im Hinblick auf seine Akzeptanz und Breitenwirkung nicht überschätzt werden. Gefahr der Grüppchenbildung.

 

5. Eltern und Lehrer/innen treten meistens in Kontakt, wenn es Probleme gibt, Leistungsprobleme, Verhaltensprobleme und Streit (Konflikte, Mobbing etc.). Mehr als ein Drittel der Eltern haben keinen Kontakt. Möglichkeit: Positive Rückmeldungen und präventive „Zwischenstufen“ einbauen.

 

6. Botschaft: „Ruf doch mal an!“ Keine Scheu vor dem Telefon. Dazu können auch die Sprechstunden genutzt werden.

 

7. Die große Mehrheit der Eltern hat noch nie eine Benachrichtigung von Lehrerinnen/Lehrern bekommen. Kann weder positiv noch negativ gewertet werden.

 

8. Wenn Eltern das Gefühl haben, ihre Kinder seien von Lehrern ungerecht behandelt worden, wenden sie sich in der Regel an Klassenlehrer/innen. Der Kontakt der Eltern untereinander hat eine hohe Bedeutung. Interessant für die Mitwirkungsgremien der Eltern: Nur 9,6% nutzen das Instrument der Elternvertretung (Bedarf!)

 

9. Fast 80% unserer Eltern haben das Gefühl, dass sie immer/meistens an unserer Schule willkommen sind.

 

10. Entwicklungsbedarf: 37% der Eltern fühlen sich von Lehrern noch nicht als Partner betrachtet.

 

11. Es dürften genau diese Eltern (vgl. 10) sein, die der Auffassung sind, dass Lehrkräfte nicht auf Anregungen und Kritik eingehen. Sicher gibt es auch in diesem Bereich Entwicklungsbedarf.

 

12. Schule ist ein Thema in der Familie: Erlebnisse, Hausaufgaben, Lehrer/innen und Mitschüler/innen. Gut: Wenig Angst vor Lehrern und Mitschülern. Aber es darf uns nicht egal sein, wenn „nur“ 5 von 100 Schülern Angst vor Lehrern haben.

 

13. Eltern partizipieren in vielen Bereichen unseres Schullebens. Entwicklungspotenziale: FÖRDERVEREIN, obwohl Resonanz schon gut ist.

 

14. Gründe, die Eltern von einer möglichen Mitarbeit abhalten sind vielfältig (Familiäre Verpflichtungen, Arbeit etc.). 17% vermuten, dass Eltern meinen, sie könnten ohnehin nichts bewirken.

 

15. WICHTIGE HINWEISE für Qualitätsanalyse: Optimierung und Professionalisierung unserer Beratungsangebote!! Wahrgenommene Defizite im Bereich der außerordentlichen Sportangebote (Information an Schulträger – Hallensituation), aber: nicht auf Halle warten! Kurs: Netzwerk Gute und gesunde Schule

 

16. Die Schulanfangszeiten werden mehrheitlich wider unserer Erwartung nicht in Frage gestellt.

 

17. Wo sind eigentlich die Väter? Stichwort: Gesellschaftspolitischer Auftrag. Sollte durchaus in Schulpflegschaft zur Diskussion gestellt werden (Gender Mainstreaming).

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