3. Die Zielsetzungen des Gymnasiums Horn-Bad Meinberg

... lassen sich wieder den sieben Bereichen der Mindmap zuordnen:

3.1 Schule im Umfeld - Öffnung nach innen / Öffnung nach außen

Das Gymnasium Horn-Bad Meinberg ist in sein lokales Umfeld integriert. Dies schlägt sich z.B. in vielfältigen Beziehungen zu Sportvereinen, Familienbildung und -beratung, Kirchengemeinden, Betrieben und Schulen im Einzugsgebiet nieder.
Kontakte zu regionalen Medien werden unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeitsarbeit genutzt (Schüler-machen-Zeitung (SchmaZ)-Projekt, Schülerzeitung, CD-/Radio-Produktionen, Produkte aus dem Medienkurs). Ergänzt wird dieser Aspekt durch regelmäßig herausgegebene Informationsmaterialien und diese Homepage.
Zum Umfeld der Schule gehört der Teutoburger Wald, der vor allen Dingen in den Bereich der Umwelt- und Gesundheitserziehung einbezogen wird. Darüber hinaus bemüht sich die Schule um die Bereicherung des kulturellen Angebots in Horn-Bad Meinberg durch Musik- und Theaterveranstaltungen und nutzt dazu die vorhandenen Vortrags- und Veranstaltungssäle wie die Burgscheune und das Kurtheater.
Das Gymnasium Horn-Bad Meinberg sucht die Kooperation mit lokal ansässigen Unternehmen, - so etwa mit Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH.

 

3.2 Zusammenleben - Soziales Lernen

Zusammenleben wird auch in Veranstaltungen groß geschrieben, die außerhalb des unterrichtlichen Rahmens stattfinden, wie Musik-, Tanz- und Theater-Veranstaltungen, Schulfeste und Gottesdienste.
Nicht zuletzt haben die Eltern die Möglichkeit durch Teilnahme an Vortragsveranstaltungen, Elternstammtischen oder durch aktive Mitwirkung im Förderverein das Schulleben mit zu gestalten.
Im Rahmen der Schulentwicklungsarbeit hat sich eine Steuergruppe herausgebildet, die paritätisch mit Schülern, Eltern und Lehrern besetzt ist.
Soziales Lernen verfolgt u. a. das Ziel ein positives Lernklima zu schaffen. Bevor jedoch ein „Wir“ möglich ist muss zunächst das „Ich“ gestärkt und entwickelt werden. Jeder Fachunterricht bietet hierzu eine Vielzahl von Möglichkeiten die Sozial- und Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, wie etwa die Kommunikations-, Konflikt-, und Entscheidungsfähigkeit sowie die Entwicklung von Verantwortung für sich selbst und für andere.
Im Rahmen eines Pädagogischen Tages entwickelten Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam ein Programm „Soziales Lernen“ für das Gymnasium Horn-Bad Meinberg, dessen Leitziel wie folgt formuliert wurde:

"Wir wollen offen, freundlich, tolerant, rücksichtsvoll und
transparent miteinander umgehen."


Zur Verwirklichung dieses Leitzieles einigten sich alle Beteiligten auf konkrete Maßnahmen, deren Umsetzung in den Schulalltag von der Steuergruppe begleitet und verfolgt wird.

 

3.3 Einander verstehen

Das Gymnasium Horn-Bad Meinberg setzt sich zum Ziel, die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in jeder Hinsicht zu fördern. Im Mittelpunkt steht dabei die Sprache, die sowohl die Muttersprache und die Fremdsprachenkenntnisse als auch die in den jeweiligen Fächern (Musik, Kunst; Medienerziehung) thematisierte Musik- und Bildersprache umfasst.
In diesen Fächern geht es neben der Vermittlung der sprachlichen Grundlagen (Wortschatz und Grammatik) immer auch um die Wahrnehmung der jeweiligen Wirkungsmöglichkeiten von Sprache. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler zu einem bewussten Umgang mit der Sprache und konstruktiver Kritik(-fähigkeit) erzogen.
Aber nicht allein die (Fremd-)Sprach(en)beherrschung gehört zur Kommunikationsfähigkeit, sondern auch das Wissen um die hinter der Sprache stehenden Menschen. Die Schülerinnen und Schüler werden angehalten, sich für ihr Gegenüber, dessen Erfahrungen und Eigenarten zu interessieren. So auch in der direkten Nachbarschaft über die Kooperation mit den anderen Schulen des Schulzentrums, beispielsweise anlässlich jährlich stattfindender Sportwettbewerbe.
Schulpartnerschaften und Schüleraustausch (Bad Kudowa) sowie die Klassenfahrten der Jahrgangsstufe 10 nach England oder Frankreich helfen, dieses Ziel auch auf internationaler Ebene zu verwirklichen, - über das tolerante Miteinander innerhalb der Schule hinaus.

 

3.4 Lernen lernen

Durch Freiarbeit, Wochenplanarbeit und projektorientierten Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Lernen angeleitet.
Dazu gehören die kritische Reflexion von Arbeitsgewohnheiten, Selbstorganisation und Prüfungsvorbereitungen (u. a. Arbeitsplatz- und Hausaufgabengestaltung, Abiturtraining) und die Weiterentwicklung von Kompetenzen (u. a. Methodenerwerb und -verwendung, Teamfähigkeit, Informationsbeschaffung), um die Effektivität der eigenen Arbeit zu steigern. Diese Fertigkeiten werden, neben der Verwendung im laufenden Unterricht, an separaten Lerntagen vertiefend exemplarisch eingeübt. In den Jahrgangsstufen 5-11 werden jährlich solche Lerntage mit altersgemäßer Orientierung und kontinuierlicher Progression an vorbereiteten Materialien, teilweise an außerschulischen Lernorten (Jahrgangsstufe 11: Bibliotheksrecherche an einer Universität), durchgeführt. Es hat sich im Laufe der Jahre eine breite Akzeptanz sowohl unter den Schülerinnen und Schülern als auch in der Lehrerschaft herausgebildet. Dies belegte auch unsere umfassende Evaluation der Lerntage im Jahr 2003 (hier ein Ergebnis der Schülerevaluation in den Klassen 8-10):

Selgo-Projekt

Das Gymnasium Horn Bad Meinberg nimmt am Modellprojekt SeLGO (selbstständiges Lernen in der Gymnasialen Oberstufe) mit den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Sozialwissenschaften teil. In den Jahrgangstufen 11-13 arbeiten Schülerinnen und Schüler in diesen Fächern auf einer Lernplattform und mit CD basierten Lernmaterialien der Verlage Cornelsen und Klett über weite Strecken des Unterrichts selbst organisiert. Sie recherchieren, tragen mit Ihren Aufgabenstellungen dazu bei, dass Kurs- und Schulbibliotheken auf der Plattform gefüllt werden und organisieren die Kommunikation untereinander mit Hilfe der Lernplattform. Das Projekt läuft noch bis zum Jahr 2008, anschließend stehen der Schule die CD Materialien zur Verfügung.

 

3.5 Standards sichern / Kompetenzen erweitern - Leistung fordern und fördern

Dieser Gesichtspunkt beinhaltet sowohl eine fachspezifische als auch eine fachübergreifende Perspektive:
Fachkompetenz lässt sich auf der einen Seite durch Förderangebote (Angleichsförderung und differenzierte Förderung von Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe) erreichen, auf der anderen Seite aber auch durch die Möglichkeit der Schülerinnen und Schülern, sich freiwillig an Wettbewerben zu beteiligen:

Stufe
Fach
Wettbewerb
5-10
Mathematik Olympiade
5-10
Mathematik Känguru-Wettbewerb
6-7
Latein Schulinterner Lateinwettbewerb
5-10
Politik Bundeszentrale für politische Bildung: Schülerwettbewerb
5-7
Biologie Biologisch
7-10
Erdkunde National Geographic
5-10
Fächerübergreifend Be smart – don´t start
9-10
Fremdsprachen Bundeswettbewerb
11
Sozialwissenschaften Börsenspiel

 

Fachübergreifend setzen wir es uns zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern einerseits ein fundiertes Grundwissen mit auf den Weg zu geben, sie andererseits zu befähigen, sich eigenständig neue Gebiete zu erschließen, das heißt zielorientiert zu lernen.
Es existiert bereits das Konzept „Schüler helfen Schülern“, - ein Nachhilfeangebot, das inzwischen durch eine gezielte Hausaufgabenbetreuung erweitert und ergänzt wird. Zudem gibt es Schullaufbahnberatungskonzepte durch die jeweiligen Koordinatoren der Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Zur Erreichung einer größtmöglichen Zieltransparenz liegen für die verschiedenen Jahrgangsstufen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik Übersichten der jeweils geforderten Kompetenzen vor. Ebenso existiert für diese Fächer im Rahmen der Freiarbeit in der Jahrgangsstufe 5 ein Förderkonzept.

 

3.6 Berufsorientierung

Dieser Kernbereich bezeichnet die umfassende und differenzierte Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihre Studien- und Berufswahl. Durch fachspezifische wie fachübergreifende Maßnahmen und Themen wird die Fähigkeit und Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler gefördert, sich mit ihrem zukünftigen Arbeitsleben auseinander zu setzen.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten beispielsweise individuelle Persönlichkeitsprofile, die Aufschluss über ihre Fähigkeiten und Neigungen im Kontext der Arbeitswelt geben, erlernen das Verfassen einer Bewerbung und üben sich in Bewerbertrainings. Unter Nutzung der neuen Medien werden Lebensläufe und Bewerbungen geschrieben. Die Vorbereitung des Studiums erfolgt u. a. durch Kontakte mit den Hochschulen (z.B. Uni-Tage).
Besuche des Berufsinformationszentrums (BIZ) und von Berufswahlseminaren ermöglichen den Schülerinnen und Schülern eine weitere individuelle Orientierung.
In Betriebspraktika (in den Jahrgangsstufen 9 und 11) und Betriebserkundungen machen sie differenzierte Erfahrungen mit unterschiedlichen Berufsfeldern, sowie den Strukturen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes; diese persönliche Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt fördert das Erkennen und die Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und Interessen.
Um eine stärkere Verzahnung von ortansässigen Unternehmen mit der Schule zu entwickeln sind eine Kooperation mit Bad Meinberger Mineralbrunnen sowie ein sogenanntes „Jobtalking“, worin Eltern ihre Berufe in der Schule vorstellen, geplant.
Mehr über die Berufsorientierung finden Sie hier.

 

3.7 Mehr als Unterricht

Durch die Beschäftigung mit Film, Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater fördern wir die Kreativität. Zu Mehr als Unterricht gehört für uns auch, die Schülerinnen und Schüler auf den Alltag außerhalb der Schule vorzubereiten (z.B. Verkehrserziehung, Erste Hilfe etc.). Als besonderes Angebot über den Fachunterricht hinaus bieten wir Wettbewerbe in Sport, im Bereich der politischen Bildung, der Medienerziehung, in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern und in den Sprachen an.
Im Unterricht werden Bezüge zu alltagspraktischen Fragestellungen thematisiert, wie z.B. Fragen zum Verbraucherverhalten (Handyverträge, Gesundheitserziehung, Lebensplanung unter anderem im Rahmen der Besinnungstage in der Jahrgangsstufe 10).

Ein Mehr als Unterricht zeigt sich auch in der Möglichkeit sich als Schüler auf vielfältige Weise zu engagieren, nicht nur in den Arbeitsgemeinschaften (S. 19) sondern auch über die Mitarbeit in den verschiedenen Gremien, wie z. B. der Schülervertretung (SV), Schulkonferenz, Steuergruppe, Schulsanitätsdienst.
Über die Stärkung bestehender Schülerinteressen wird der Persönlichkeitsbildung des Einzelnen im Sinne der obigen Leitsätze (vgl. S. 8) Vorschub geleistet.
Eine Übersicht finden Sie hier.


zurück - weiter